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title: "Wimbachklamm Wanderung: Zum Wimbachschloss und Wimbachgries"
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description: "Wimbachklamm Wanderung ➢ Durch die Klamm zum Wimbachschloss \u0026 zur Wimbachgrieshütte ✓ 17,5 km, 700 Höhenmeter ✓ Eintritt, Öffnungszeiten, Parkplatz \u0026 Gehzeit."
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published: 2026-10-12
updated: 2026-10-12
authors: ["Jan Brennenstuhl"]
categories: ["Wandern in Deutschland"]
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source: Rucksackrebellen.de
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cite_as: "Wimbachklamm Wanderung: Zum Wimbachschloss und Wimbachgries. Rucksackrebellen.de, 2026. https://www.rucksackrebellen.de/wimbachklamm-wanderung-rundweg/"
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# Wimbachklamm Wanderung: Zum Wimbachschloss und Wimbachgries

**Auf 17,5 Kilometern von der Wimbachbrücke durch die Wimbachklamm und über das Wimbachgries bis zur Wimbachgrieshütte auf 1.327 Metern. Der Weg ist breit und steigt kaum an, dafür zieht er sich ganz schön, und unterwegs liegen zwei Hütten, in denen wir gern gesessen haben. Bei uns hat es den ganzen Tag geregnet. Lohnt sich trotzdem.**

Das Wimbachtal liegt in Ramsau bei [Berchtesgaden](https://www.rucksackrebellen.de/nationalpark-berchtesgaden/ "Wandern in Berchtesgaden"), eingeklemmt zwischen Watzmann und Hochkalter und mitten im Nationalpark. Am Taleingang hat sich der Wimbach eine knapp 200 Meter lange Klamm in den Fels geschnitten, dahinter öffnet sich das Tal zu einem grauen Schotterstrom, dem Wimbachgries. Das Wasser aus dem hinteren Tal fließt dort unter dem Schutt und kommt erst knapp drei Kilometer vor seiner Mündung in die Ramsauer Ache wieder ans Licht. Durch das ganze Tal führt ein breiter Weg, erst am Bach entlang, dann über das Gries, bis zur Wimbachgrieshütte ganz hinten am Talschluss.

Maria und ich waren im Juli 2021 in Berchtesgaden, in einer Ferienwohnung direkt an der Wimbachbrücke. Ein paar Tage nach unserer [Wanderung zum Watzmannhaus](https://www.rucksackrebellen.de/watzmannhaus-wanderung/ "Watzmannhaus-Wanderung von der Wimbachbrücke") sind wir nach entspanntem Frühstück direkt von unserer Haustür aus losgelaufen, bei Regen. Und der hat an diesem Tag auch nicht mehr aufgehört.

Wer nicht vor Ort untergekommen ist, startet am Parkplatz Wimbachbrücke an der B 305. Der hat rund 200 Stellplätze und kostet rund um die Uhr: Stand 2026 sind es 6 Euro bis vier Stunden und 9 Euro darüber, mit Gästekarte etwas weniger, bezahlt wird am Automaten oder per Park-App. Direkt am Parkplatz halten die Busse aus Berchtesgaden. Vom Bahnhof sind es gut zehn Minuten. Außerdem gibt es dort ein WC und die kleine, unbesetzte Infostelle des Nationalparks.


## Wimbachklamm: 200 Meter Steg, Eintritt und Geschichte

Vom Parkplatz geht es erst einmal 20 Minuten auf Asphalt zwischen Wiesen bergauf, bis zum Wimbachlehen, dem letzten Hof vor der Klamm. Hier steht hinter Wimbachs Wollstadl der Automat, an dem du die Münze für das Drehkreuz kaufst. Was sie uns damals gekostet hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Heute sind es 4 Euro pro Person, Kinder unter 7 Jahren gehen umsonst durch. Die Klamm ist von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet, täglich von 7 bis 19 Uhr, und bei Hochwasser auch mal kurzfristig zu. Begehbar ist sie nur von unten nach oben. Wer sie auslassen will oder einen Kinderwagen dabei hat, nimmt den Forstweg, der rechts an ihr vorbei ins Tal führt.

Dass hier überhaupt ein Steg hängt, verdanken wir den Ramsauer Holzknechten. Bis 1843 haben sie den Wimbach genutzt, um Holz für die Saline in Berchtesgaden ins Tal zu triften. Weil sich die Stämme in der engen Schlucht immer wieder verkeilten, legten sie einen Steig an, um mit langen Stangen nachzuhelfen. Ungefährlich war das nicht, einige von ihnen sind dabei ums Leben gekommen. Vier Jahre nach dem Ende der Trift, 1847, kamen die ersten Sommerfrischler über die Stege, und seit 1874 hält der Verschönerungsverein die Klamm in Schuss.

Der Fels ist Dachsteinkalk aus der Oberen Trias, also der Boden eines Meeres, das vor gut 200 Millionen Jahren hier lag. In den Wänden stecken Versteinerungen. Die Klamm selbst ist dagegen jung: Erst als der Talgletscher vor rund 10.000 Jahren abschmolz, hat sich der Bach hier eingeschnitten. Maria und ich sind keine Geologen, aber dass das Gestein hinter jeder Biegung Farbe und Form wechselt, sieht man auch ohne Studium.

Im Regen ist die Klamm nochmal beeindruckender. Von oben tropft und rinnt es aus jeder Felsritze, unten tosen die Stromschnellen und schiebt sich der Wimbach milchig-türkis über die Stufen und von den Wänden fallen rechts und links kleine Wasserfälle auf den Steg. Die Holzbohlen sind nass, richtig rutschig sind sie aber nicht. Für die paar hundert Meter zwischen den beiden Drehkreuzen brauchen wir trotzdem über 20 Minuten, weil wir alle paar Schritte stehen bleiben. Mein Kamera-Akku leer ist, ich hatte ihn am Abend vorher nicht geladen. Ausgerechnet hier. Das drückt die Laune mehr als der Regen.

## Durch das Wimbachtal zum Wimbachschloss

Hinter dem oberen Drehkreuz trifft der Klammsteig auf den Forstweg, und der bleibt bis zur Wimbachgrieshütte unser Weg: breit, geschottert und so sanft ansteigend, dass wir die Höhenmeter kaum merken. Zwischen Bach und Wald geht es nach Süden, der Regen bleibt unser stetiger Begleiter.

Nach anderthalb Stunden und gut 300 Höhenmetern stehen wir vor dem Wimbachschloss auf 937 Metern. Ein Schloss ist das nicht, eher ein großes Jagdhaus: 1784 gebaut, ab 1810 Jagdschloss der Wittelsbacher, heute Berggaststätte mit Terrasse, ab 1. Mai täglich von 10 bis 17 Uhr offen. Das Essen ist super, die Getränke auch. Da kann man nicht meckern und wir lassen uns eine volle Stunde Zeit.

## Über das Wimbachgries zur Wimbachgrieshütte

Vom Schloss sind es noch gut 4 Kilometer und 400 Höhenmeter bis zur Hütte. Der Weg quert erst das Geröll unterhalb des Schlossgrabens, dann geht es durch lichten Bergwald, und auf etwa 1.100 Metern kommt der Moment, für den sich dieser Tag gelohnt hat: Der Weg wechselt über den Schuttstrom auf die andere Talseite. Das Gries ist hier bis zu 300 Meter breit, ein graues Flussbett aus Dolomitschutt, das sich von den Palfelhörnern herunterschiebt, ständig und unmerklich. Unter uns liegt der Schutt stellenweise hunderte Meter dick, und irgendwo da unten fließt das Wasser. Dieses Flussbett zu queren ist das Beeindruckendste an diesem Tag.

Nach einer guten Stunde ab dem Schloss erreichen wir die Wimbachgrieshütte auf 1.327 Metern, ganz hinten am Talschluss unter der Südseite des Watzmanns. Die Hütte gehört den NaturFreunden München, hat 20 Betten und 52 Lagerplätze und ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet. Heute ist sie voll, bei dem Wetter wundert das wenig. Ein Paar gute Mollen und etwas zu essen bekommen wir trotzdem. Aussicht gibt es keine, der Nebel hängt zu tief im Tal. Nach 50 Minuten brechen wir auf.

## Im Regen zurück zur Wimbachbrücke

Der Abstieg läuft denselben Weg zurück, nur die Klamm fällt weg, durch die geht es ohnehin nur nach oben. Bis zum Wimbachschloss brauchen wir knapp eine Stunde und kehren noch einmal für eine halbe Stunde ein um wenigstens etwas aus dem Regen zu kommen. Allerdings macht diese Regen danach erst noch richting Ernst. Es schüttet so, dass wir die letzten Kilometer über weite Strecken mehr als zügig unterwegs sind, erst über den Forstweg oberhalb der Klamm und dann die Asphaltstraße hinunter bis zur Haustür. Für die 4,3 Kilometer vom Schloss brauchen wir eine dreiviertel Stunde und kommen nass bis auf die Haut an.

Unterm Strich waren wir sieben Stunden unterwegs, haben aber auch gut zwei davon in den Hütten verbracht. Knapp fünf Stunden Gehzeit für 17,5 Kilometer und 700 Höhenmeter, das sagt eigentlich alles über den Weg: lang, aber nirgends schwer. Wer nur bis zum Wimbachschloss geht, hat die Klamm und eine gute Küche und spart sich 800 Höhenmeter rauf und runter, sieht das Gries allerdings nur von unten. Uns haben beide Hütten gefallen, das Schloss ein bisschen mehr, es ist der einladendere Ort. Beim nächsten Mal laden wir vorher den Akku.



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## Häufig gestellte Fragen zur Wimbachklamm

**Ist die Wimbachklamm ganzjährig geöffnet?**

Nein. Die Klamm ist von Anfang Mai bis Ende Oktober täglich von 7 bis 19 Uhr offen und kann bei Hochwasser kurzfristig gesperrt sein. Im Winter bleibt sie zu, der Forstweg ins Wimbachtal ist davon nicht betroffen. Tagesaktuelle Auskunft gibt die Tourist-Info Ramsau.

**Ist die Wanderung für Kinder geeignet?**

Die Klamm ja, mit Stegen und Geländer, aber nicht mit Kinderwagen. Bis zum Wimbachschloss ist der Forstweg kinderwagentauglich. Die ganze Strecke bis zur Wimbachgrieshütte ist nirgends schwierig, mit 17,5 Kilometern für kleine Kinder aber schlicht zu lang.

**Wie lange dauert die Wanderung durch die Wimbachklamm?**

Für die Klamm allein, vom Parkplatz und zurück, reicht eine gute Stunde. Bis zum Wimbachschloss sind es etwa anderthalb Stunden pro Richtung, bis zur Wimbachgrieshütte je nach Tempo drei bis dreieinhalb. Wir haben mit Einkehr sieben Stunden gebraucht.
