Ohne Unterwäsche: Eine Biene bestäubt eine Blume

Wandern ohne Unterwäsche? Oder doch Merino-Baselayer?

Wandern ohne Unterwäsche – macht das jemand? Ja klar gehen auch Naturisten wandern und natürlich existieren (zumindest in einigen deutschen Wandergebieten) auch FKK Wanderwege. Aber gibt es Menschen die äußerlich nicht wahrnehmbar einfach den untersten aller Baselayer weglassen und ohne Unterwäsche wandern? Und wenn ja, was treibt diese Leute an und welche Vor- oder Nachteile kann wandern ohne Unterwäsche haben? Diesen und weiteren Fragen will ich hier auf den Grund gehen. Los geht’s!

Eines vorweg: Jeder und jedem steht es natürlich frei sich so zu kleiden wie er oder sie es möchte. Zu keiner Zeit und an keiner Stelle möchte ich Menschen diskriminieren, bloßstellen oder ihnen vorschreiben wie und wann sie welches Stück Stoff untenrum zu tragen haben. Ich möchte einzig und allein darauf eingehen, was ich aus meiner Perspektive heraus als praktisch oder funktional hilfreicher halte.

Vorteile vom Wandern ohne Unterwäsche

Auch ich habe in der Vergangenheit schon mehrfach ohne Unterwäsche die Wohnung verlassen. Insbesondere an super heißen Tagen wenn ich mich einfach nur in einen der Berliner Parks chillen wollte. Oder auf dem Weg zum Strand, zum Hopfenschorlen kaufen beim Späti um die Ecke oder wenn der DHL-Mensch wiedermal das Paket im Hauseingang platziert hat, weil der Fahrstuhl kaputt war. Immer genügte eine einfache Shorts oder die Gammelhose für’s Sofa. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Situationen fallen mit ein in denen ich ohne Unterwäsche unterwegs war – faszinierend!

Und ja, diese luftigen Ausflüge haben mir schon ein Gefühl der Freiheit vermittelt. Zwar nur eine sehr kleine Freiheit, aber das Wissen darum Freischwinger zu sein, während man in alltäglichen Situationen mit anderen Menschen interagiert, kann schon sehr befreiend wirken. Eines haben diese ganzen Micro-Abenteuer allerdings gemein: Sie sind zeitlich sehr begrenzt und beinhalteten bisher weder körperliche Anstrengung noch stundenlanges Laufen oder anstrengende Kletterpartien.

Nachteile vom Wandern ohne Unterwäsche

Während es im Ruhemodus an heißen Tagen also vordergründig um den psychologischen Freiheitseffekt geht, müssen beim Wandern funktionale Anforderungen an die jeweilige Wanderbekleidung gestellt werden, um die Wanderung zum nachhaltigen Erfolg zu machen:

  • Stellen an denen Haut auf Haut reiben kann, müssen geschützt werden um ein Wundscheuern zu verhindern.
  • Aus dem gleichen Grund müssen Schweiß und die darin enthaltenen Salze möglichst schnell abtransportiert werden.
  • Und zu guter Letzt geht es darum, gewisse Hautfalten vor ungewollten Plagegeistern wie zum Beispiel Zecken zu schützen.

Wer ohne Baselayer für längere oder anstrengendere Ausflüge in der freien Natur unterwegs ist, läuft meiner Meinung nach Gefahr sich ernsthaft zu verletzen. Und jeder Mensch, der sich schon einmal einen Wolf gelaufen hat, wird mir zustimmen dass diese Verletzungen überaus langwierig und schwmrzhaft sein können.

Fazit: Unterwäsche beim Wandern, Ja oder Nein?!

Natürlich trage auch ich zum Beispiel beim Rennradfahren keine Unterwäsche. Hier liegt das Lycra allerdings so eng an, dass alle genannten Nachteile des Unterwäsche-freien Wanderns nicht zutreffen. Ähnlich könnte es sich demnach bei hauteng anliegenden Wander-Leggings verhalten. Persönlich ausprobiert habe ich das allerdings noch nicht.

Während es in der Stadt oder für kurze Besorgungen auch gerne mal ohne Höschen funktioniert, sticht beim Wandern der Bedarf an zusätzlichem (wenn auch marginalem) Schutz, das gefühlte Mehr an Freiheit. Atmungsaktive, funktionale Unterwäsche bildet den ersten wichtigen Layer in einer ordentlichen Zwiebeltechnik. Für mich darf es dann gern auch etwas Sanftes aus zarter Merinowolle sein.