Packing Cubes im Wanderrucksack

Packing Cubes: Was sind Packwürfel? Und welchen brauche ich?

Egal ob für den nächsten Irland-Urlaub, die kommende Schweden-Wanderung oder den Strandurlaub auf Lanzarote, platzsparendes Packen ist bei beinahe jeder Reise von zentraler Bedeutung. Um besser zu Reisen reicht es oft bereit aus das eigene Gepäck so zu organisieren, dass bestimmte Teile schneller aufgefunden werden können oder ein anderer Teil der Ausrüstung vom Rest separiert wird.

Im Endeffekt geht es also vor allem darum einen großen Stauraum, wie er beispielsweise in handelsüblichen Koffern, Rolltop- oder Reise-Rucksäcken zu finden ist, in kleinere Pakete zu unterteilen. Durch diese Modularisierung können im besten Fall mehr Organisationsmöglichkeiten geschaffen und somit das vorhandene Packvolumen effizienter genutzt werden. Getreu dem Motto: Ordnung ist das halbe Leben und mehr Platz im Rucksack kann auch nie schaden!

Was sind Packwürfel?

Packwürfel (engl. Packing Cubes) sind eigentlich eine recht simple Erfindung. Warum sie als Würfel bezeichnet werden erschließt sich mir auch nicht, treten sie doch mehrheitlich in variablen Quader-Formen auf. Im Grunde genommen sind die Cubes nicht viel mehr als fancy Säcke die in verschiedenen Dimensionen daher kommen und die ihr je nach Bedarf mit euren Klamotten oder eurer Ausrüstung bepacken könnt. Wir können also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich um einen reinen Marketing-Begriff handelt – also nicht verwirren lassen!

Kerngedanke der Packwürfel ist die Modularisierung des Gepäcks. Ausrüstung und Bekleidung lassen sich durch sie in kleinere Kompartimente gruppieren und anschließend in feinster Tetris-Manier in Koffer, Rucksack oder was auch immer für einen Container versenken. та да! Schon herrscht Ordnung in eurem Reisegepäck!

… naja, zumindest in der Theorie. In der Praxis liegt es natürlich immer noch an euch, das richtige System für eure ganz individuelle Ordnung zu finden. Zumindest aber habt ihr mit Packwürfeln ein Werkzeug an der Hand, das euch einige Möglichkeiten mehr zur Ordnungsfindung bietet. Hierin steckt allerdings auch die Krux der nützlichen Packing Cubes: Ein Würfel alleine macht noch lange kein (nützliches) System.

Um die potentielle Macht der Kofferorganizer wirklich umfänglich nutzen zu können, bedarf es mehrerer solcher Pack-Quader unterschiedlicher Kantenlängen. Die Innenmaße eurer Tasche oder eures Rucksacks solltet ihr bei der Wahl passender Würfel nicht außer Acht lassen, müssen sie doch später gut ineinander greifen um möglichst viel Stauraum ausfüllen.

Warum machen Packing Cubes Sinn?

Ich für meinen Teil folge beim Packen einem recht simplen Prinzip das sich, zumindest auf unseren letzten Reisen, als recht nützlich erwiesen hat – das Gruppieren nach Kleidungsschichten (Zwiebelsystem!):

  1. Alle Socken und Strümpfe gehen zusammen in einen Packing Cube. Das ist mega praktisch, weil sie somit nicht chaotisch durch den Koffer purzeln können. Auf diese Weise spare ich mir die Jagd nach dem richtigen Paar Merino-Wandersocken und muss nicht (noch schlimmer!) den gesamten Rucksack nach einzelnen Strümpfen durchkämmen.
  2. Alle Base-Layer kommen in einen zweiten Packsack. Brauche ich einen neuen Slip oder eine andere Wander-Leggings, reicht ein Griff und das Problem ist gelöst. Insbesondere bei Unterwäsche will ich nicht lange suchen oder gar mein gesamtes Reisegepäck durchwühlen müssen.
  3. T-Shirts und Hemden bekommen ihren eigenen Stauraum. Mid-Layer gemeinsam zu verpacken hat sich für mich bewährt. Je nach Art des Cubes kann hierdurch auch ein Zerknittern der Kleidungsstücke vermieden werden. Mega praktisch falls ihr neben all der Wanderausrüstung vielleicht auch noch etwas feineres für einen Abend im Restaurant dabei habt!
  4. In einen größeren Würfel gehen alle Third-Layer Teile. Hosen sowie dünnere Pullis und leicht komprimierbare Regenjacken werden zusammengefasst und in einen eigenen Organizer verfrachtet. Das hat für mich bisher immer ganz gut gepasst, bietet aber auch keinen weiteren großartigen sonstigen Vorteil.
  5. Soft- und Hardshell-Jacken bleiben einzeln. Alle Top-Layer Teile bleiben einzeln und wandern getrennt von einander in den Rucksack oder Koffer. Meist habe ich nur wenige dieser Bekleidungsstücke dabei. Zudem lassen sie sich aufgrund ihrer Größe relativ leicht auch in weniger aufgeräumtem Reisegepäck wiederfinden.

Das Gruppieren nach Kleidungsschichten (Layern) ist wunderbar dazu geeignet um zu jeder Zeit Zugriff auf die gerade benötigten Kleidungsstücke zu haben, ohne lange suchen zu müssen. Auf diese Weise kann nicht nur Zeit gespart und Frust vermieden werden. Im Idealfall passt auch mehr in den begrenzten Stauraum eines Rucksacks, einer Tasche oder eines Koffers. Und natürlich kann das System auch abseits von Bekleidungsstücken und Packwürfeln für anderweitige Wanderausrüstung oder Reiseequipment angewandt werden. Besser Reisen wird so einfach möglich!

Das Zwiebelsystem

In Anlehnung an den Aufbau einer Zwiebel, beschreibt das Zwiebelsystem eine bewährte und überaus praktische Methode zur Kombination verschiedener Kleidungsschichten (Layer). Je nach Außentemperatur und körperlicher Anstrengung können einzelne Schichten ausgezogen oder ganz weggelassen werden. Der Sinn dahinter: Zwischen den Schichten gespeicherte Luft erwärmt sich und wirkt isolierend. Der Körper kühlt langsamer aus, während gleichzeitig die Luft zirkulieren und der Körper atmen kann.

Folgende Schichten haben sich sowohl bei kürzeren Wanderungen als auch längeren Treks bewährt:

  1. Base-Layer – Die Zweite Haut wird manchmal auch als First-Layer bezeichnet.
  2. Second-Layer – Dünne Shirts, häufig mit modischen Motiven.
  3. Third-Layer – Wärmende Westen und Pullover.
  4. Top-Layer – Wetterfeste Jacken und Hosen zur Abwehr äußerer Einflüsse.

Second-Layer und Third-Layer werden häufig als Mid-Layer zusammengefasst.

Welchen Packsack brauche ich?

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Packing Cube Lösungen* gibt es wie Sand am Meer! Neben reinen Packbeuteln die einzig und allein der Modularisierung des Gepäcks dienen, haben sich auch komprimierbare Packwürfel sowie wasserdichte Packsäcke am Markt etabliert. Je nach Anwendungsgebiet macht es Sinn, mehr in die eine oder andere Richtung zu tendieren:

  • Wer vordergründig auf mehr strukturiertes Chaos aus ist, greift zu den herkömmlichen Packwürfeln.
  • Wer darüber hinaus einfach mehr Stauraum benötigt, schaut sich die komprimierbaren Säcke an.
  • Und falls das Reisegepäck samt Packing Cubes feuchten Wetterbedingungen ausgesetzt werden könnten (beispielsweise auf der nächsten Trekking-Tour), wird sicher mit den wasserfesten Würfeln mehr Spaß haben.

Standard Packwürfel

Besonders beliebt sind die Packing Cubes von Lowe Alpine*. Diese kommen in verschiedenen Größen, besitzen großzügige Öffnungen mit Reißverschluss und bietet Platz für so ziemlich jede Art von Ausrüstung. Ohne großartigen Schnickschnack lässt sich mit diesen eigentlich nichts Falsch machen.

Kompressionssack

Dank Kompressions-Reißverschluss kann der Eagle Creek Pack It Compression* Packsack auf ein geringes Packmaß herunter geschrumpft werden, das ungefähr der Hälfte des eingefüllten Volumens entspricht. Praktisch verbrauchen ungefähr sechs Liter Bekleidung im Endeffekt gut drei Liter Packvolumen.

Wasserdichter Packsack

Die Packing Cubes von Ortlieb* kommen in unterschiedlichsten wasserfesten Varianten! In gewohnter Ortlieb-Qualität kann empfindliche Ausrüstung effektiv vor Feuchtigkeit oder jegliche Art von Bekleidung vor Nässe geschützt werden. Klasse auf längeren Trekking-Touren oder mehrtägigen Wanderungen!

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Teaser-Foto von Lucas Favre auf Unplash